Rom: Plötzlicher Kindstod (SIDS) beim Mittagsschlaf in der Kinderkrippe

Die Rettungskräfte konnten dem erst 10 Monate alten Jungen nicht mehr helfen. (Symbolfoto: Lionello Rovati / Adobe Stock)

Tragödie in Rom: In einer privaten Kinderkrippe im römischen Stadtteil Appio ist am vergangenen Montag ein erst zehn Monate altes Baby plötzlich verstorben. Wie die Erzieherinnen des kleinen Jungen berichteten, hätten sie beim schlafenden Kind plötzlich keinerlei Lebenszeichen mehr festgestellt.

Kind stirbt während des Mittagsschlafes

Als die Erzieherinnen das Kind zur Mittagszeit für eine Mahlzeit wecken wollten, hätte eine der Erzieherinnen bemerkt, dass das Kind dunkle Lippen gehabt habe. Außerdem bewegte es sich nicht und atmete nicht mehr. Angeleitet von Mitarbeitern des sofort kontaktierten Notrufes hätten die Erzieherinnen sofort und bis zum Eintreffen der Rettungskräfte mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen. Doch weder sie noch Rettungssanitäter und Notarzt konnten das Baby retten.

Wie italienische Medien berichten, sei der Junge eines natürlichen Todes gestorben. Die Atemwege des Kindes seien frei gewesen. Ein Ersticken könne ausgeschlossen werden. Zu diesem Ergebnis kamen die Rettungskräfte vor Ort, die auch versucht hatten, den Jungen zu intubieren, sowie die Carabinieri, die ebenfalls alarmiert worden waren. Ob die römische Staatsanwaltschaft weiter ermittelt, hängt vom Ausgang einer noch ausstehenden Autopsie ab.

Plötzlicher Kindstod (SIDS) vermutet

Derzeit wird jedoch vom plötzlichen Kindstod (SIDS) ausgegangen. Den Carabinieri gegenüber bestätigte die Mutter des Jungen, dass ihr Sohn “unter keinerlei Erkrankung” gelitten habe. Stattdessen sei er noch am Vormittag bester Gesundheit gewesen. Für die tragischen Geschehnisse in der Kinderkrippe, habe es keinerlei Anzeichen gegeben.

In Industrieländern, so die Zahlen von SIDS Italia, stirbt etwa jedes 2000. Kind am plötzlichen Kindstod. Die Zahl der Fälle in Italien wird mit etwa 300 pro Jahr angegeben. Betroffen seien Kinder im Alter zwischen einem Monat und einem Jahr – statistisch besonders häufig die Altersgruppe zwischen zwei und vier Monaten. 60 Prozent der Kinder seien Jungen.

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Nadine
Über Nadine 236 Artikel
Freie Journalistin, Redakteurin sowie Geprüfte Übersetzerin für Italienisch - und Mama einer zweijährigen Kitamaus, die das Leben ganz schön spannend macht.

2 Kommentare

  1. Ein wirklich tragischer Fall.
    Genau deshalb ist es uns eine Herzensangelegenheit nicht nur Eltern sondern auch alle Personen die mit Kindern arbeiten im Umgang mit Kindernotfällen zu Schulen und die Herz-Lungen-Wiederbelebung zu trainieren.
    Liebe Grüße vom KinderHelden Team

  2. Liebes KinderHeldenTeam, schön, dass Ihr Euch genau darum kümmert. Leider sind gerade in Notfällen wirklich viele Personen überfordert. Nur in diesem speziellen Fall kam die Hilfe wohl leider einfach zu spät. Aber einem anderen Kind könnte man vielleicht helfen, wenn man die Herz-Lungen-Wiederbelebung beherrscht… LG, Nadine

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