Umgang mit dem Tod eines Elternteils: Überall und irgendwo

Rezension

Yolanda hat das mitgemacht, was eigentlich kein Kind erleben sollte: Ihre Mutter ist gestorben. “Wenn du mich suchst, lieber Schatz, wirst du mich finden”, hat ihre Mama ihr noch gesagt. Doch wo steckt Mama nur? Yolanda macht sich in “Überall und irgendwo” auf die Suche und bekommt dabei Hilfe von vielen Menschen, die ihrer Mutter ganz nah standen. Irgendwo muss Mama doch sein…

Yolandas Suche nach ihrer Mutter

Yolanda ist tieftraurig. Mama hat aufgehört zu atmen. Sie war noch da, aber irgendwie auch nicht. Yolanda aber möchte das nicht einfach akzeptieren. Sie will nicht schweigen wie es viele tun, wenn es um das Thema Tod geht. Sie spricht daher mit Menschen in ihrem Umfeld ständig über ihre Mama und versucht so herauszufinden, wo Mama jetzt steckt. “Wo ist Mama jetzt, was denkst du?”, fragt sie unter anderem ihren Papa oder auch ihre Tante Christine, die Schwester von Mama. Sie erhält viele Antworten – ganz verschiedene Antworten. Und jede zeigt dem Mädchen auf seiner Suche, dass Mama irgendwie überall ist.

Inspirierende Geschichte, die Hoffnung macht…

Die Suche, auf die Yolanda sich begibt, ist nicht leicht. Autor Pimm van Hest erzählt sie jedoch mit viel Fingerspitzengefühl – ohne dabei Yolandas Verlust zu schmälern. Einfühlsam begleitet er das Mädchen auf seiner traurigen Suche nach der Mutter, sorgt für Gänsehaut, Betroffenheit, aber auch ganz viel Verständnis für Yolanda und ihre Situation. Die emotional anrührenden Illustrationen von Sassafras De Bruyn spiegeln die Stimmung des Kindes und seine Betroffenheit wider, vernachlässigen dabei aber keineswegs Elemente, die in dieser Situation Hoffnung machen. So wie etwa die bildliche Darstellung eines überdimensionalen Kuschelhasen, der für Yolanda ebenso wie Fotos aus der Vergangenheit großen und wichtigen Halt gibt.

Yolanda ist mit ihrer Trauer nicht allein, auch die Personen in ihrem Umfeld haben mit ihrer Mutter einen Menschen verloren, der ihnen immer fehlen wird und dessen Verlust sie verarbeiten müssen. Trotzdem gilt es auch, Hoffnung zu schöpfen – aus Erinnerungen, aus Dingen, Gefühlen und Ereignissen, in denen Mama weiterlebt. Und als Yolanda eines Nachts einen Traum hat und darin ihre Mutter trifft, erhält sie auch eine Antwort auf ihre Fragen. Sie hat ihre Mama überall gesucht – und jetzt hat sie sie irgendwie gefunden….

 KURZFAZIT: “Überall und nirgendwo” von Pimm van Hest ist ein berührendes Buch zu einem tieftraurigen Thema: dem Verlust der Mutter im Kindesalter. Einfühlsam und bewegend geschrieben und mit anrührenden Illustrationen von Sassafras De Bruyn, mit denen der schwierige Spagat zwischen Trauer und Hoffnung gelingt. 

Weitere Infos zu “Hände vors Herz”

  • Titel: “Überall und irgendwo”
  • Autor: Pimm van Hest, Illustratorin: Sassafras De Bruyn
  • Verlag: Alibri Kinderbuch
  • Seitenzahl: 28 Seiten
  • ISBN: 978-3865692580
  • Preis: 16 Euro
  • Altersempfehlung: 5 bis 7 Jahre / Kitamaus-Einschätzung: passende Altersangabe

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Alibri Kinderbuch vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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Nadine
Über Nadine 311 Artikel
Freie Journalistin, Redakteurin sowie Geprüfte Übersetzerin für Italienisch - und Mama einer zweijährigen Kitamaus, die das Leben ganz schön spannend macht.

2 Kommentare

  1. Thank you so much for paying such warm and loving attention to our book “Überall und Irgendwo”. It is so special to see and read that this book reaches so many children ánd adults all over the world ? I send you warm book greetzz from MMe – PiMM van Hest (author of this book) from the Netherlands ? PiMM ? ?

  2. Oh, thank you so much, Pimm! 🙂 I loved your book very much, although I really hope that no children has to live the same situation as Yolanda. Stay safe! Best greetings to the Netherlands!

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