10 gute Gründe, warum Eltern bereits Babys in die Kinderkrippe geben…

Eltern, die ihr Kind schon mit einem Alter von unter einem Jahr in die Kinderkrippe geben (müssen), sollten sich von niemandem ein schlechtes Gewissen einreden lassen. (Foto: santypan / Adobe Stock)

Ihr erinnert Euch an den tragischen Fall aus Rom? Dort ist vor wenigen Tagen ein erst 10 Monate alter Junge am plötzlichen Kindstod (SIDS) verstorben. Die Geschichte ist so schon tragisch. Anders an diesem Kindstod ist vielleicht, dass das Baby nicht zu Hause in seinem Bettchen verstorben ist, sondern während des Mittagsschlafes in einer privaten Kinderkrippe. Doch ist es richtig, dass die Mutter des Kindes im Netz teils auch Unverständnis erntet? Nein! Denn sie hat nichts, aber auch gar nichts falsch gemacht!

Babys in der Kinderkrippe? Dafür gibt es viele Gründe… 

So wie die Mutter aus Rom geben viele Eltern ihre Kinder schon vor einem Jahr in eine Kinderkrippe. Und es gibt mindestens 10 gute Gründe dafür, warum sie das auch dürfen und dafür nicht kritisiert werden sollten:

1)  Persönliche Entscheidung der Eltern

Es ist die eigene Entscheidung der Eltern, die sie mit bestem Wissen und Gewissen getroffen haben. Vermutlich haben sie sogar verschiedene Kinderkrippen angesehen, um die zu finden, in der ihr Knirps am besten aufgehoben ist.

2) Frühzeitiger Kontakt zu Gleichaltrigen

In einer Kinderkrippe haben Kinder schon früh Kontakt zu Gleichaltrigen. Das hilft bei der Sozialisierung.

3) Eingewöhnung in allen Kinderkrippen und Kitas

In jeder Kinderkrippe gibt es eine Eingewöhnungsphase. Das heißt, die Mama oder der Papa sind anfangs mit dabei. Und meist erst dann, wenn das Kind sich an die neue Umgebung und die zusätzlichen Betreuungspersonen gewöhnt hat, wird es auch mehr als ein paar Stunden da gelassen. In einer Umgebung also, die dem Kind nicht fremd ist.

4) Erzieher sind bestens geschult

Die Personen, die das Kind betreuen, sind ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher. Bestens geschult und mit einer Besonderheit, die sie alle verbindet: Sie lieben Kinder und tun alles dafür, dass die kleinen Tagesgäste sich bei ihnen wohlfühlen.

5) Besonders gute Fördermöglichkeiten

Das, was in Kinderkrippen an Spielzeug und an Fördermöglichkeiten vorhanden ist, gibt es in vielen Privathaushalten einfach nicht. Und mal ganz ehrlich: Wer kann es neben dem Haushalt schon leisten, auch noch stundenlang mit seinem Kind zu basteln oder zu spielen?

6) Eltern brauchen Auszeiten

Auch Eltern brauchen Auszeiten. Das können Freizeit nur für sie oder aber auch das Berufsleben sein. Sind Eltern ausgeglichen, kommt das auch dem Kind zugute.

7) Finanzielle Gründe

Nicht jeder kann es sich leisten, drei Jahre lang zu Hause zu bleiben. Gerade die, die keine festen und unbefristeten Arbeitsverträge haben, müssen zusehen, dass irgendwann wieder Geld in die Familienkasse kommt. Insbesondere in Städten sollte man nicht vergessen, wie teuer der Wohnraum dort sein kann.

8) Karriereplanung und Berufsleben

Ein Kind zu haben heißt nicht, dass man drei Jahre lang mit dem Berufsleben aussetzen kann. Man muss auch über die Kleinkindzeit hinaus denken. Schaffe ich dann den beruflichen Wiedereinstieg? Habe ich meinen Job noch, wenn ich drei Jahre lang in erster Linie Mama oder Papa bin?  Und vor allem (s. Punkt 7): Reicht es finanziell?

9) Individuelle Lebenssituation

Es gibt nichts Verletzenderes oder Nervigeres als Eltern, die sich in die Kindererziehung anderer einmischen, ohne deren genaue Hintergründe zu kennen. Sicher gibt es Mütter, die zwar zu Hause sind, aber vielleicht den ganzen Tag auf der Terrasse Kette rauchen, im Netz surfen und zusätzlich nicht mit ihren Kindern spielen, wie auch Mütter, die zwar arbeiten, aber dafür sorgen, dass sie ihre arbeitsfreie Zeit ganz intensiv und liebevoll zusammen mit den Kindern nutzen.

10) Das, was in Rom geschehen ist, hätte überall passieren können… 

In diesem ganz speziellen Fall: Es handelt sich um einen tragischen Unglücksfall. Der plötzliche Kindstod kann ein Kind zu Hause im eigenen Bettchen mit den Eltern daneben, zu Hause bei den Großeltern oder eben auch in der Kinderkrippe ereilen. Egal wo das Kind gestorben ist: Es wird für immer eine schmerzliche Leere im Leben der Eltern hinterlassen. Da benötigt niemand noch zusätzliche – und vor allem vollkommen unpassende und ungerechtfertigte – Vorwürfe!

Fremdbetreuung für Babys? Ja oder Nein?

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Vielleicht fallen Euch ja noch weitere Gründe ein? Oder Ihr habt Euer Kind selbst früh in eine Kinderkrippe oder zu einer Tagesmutter gegeben? Oder aber Ihr mögt uns (auf Wunsch auch anonym) von Euren Erfahrungen mit einer frühzeitigen Kinderbetreuung berichten? Dann kommentiert gerne hier oder schreibt uns an info@kitamaus.de.

 

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Nadine
Über Nadine 215 Artikel
Freie Journalistin, Redakteurin sowie Geprüfte Übersetzerin für Italienisch - und Mama einer zweijährigen Kitamaus, die das Leben ganz schön spannend macht.

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