Was, wenn ein Kind die Klasse “wechselt”, weil es Opfer von Cybermobbing ist?

Stoppt Cybermobbing! (Foto: Antonioguillem / Adobe Stock)

Im Normalfall hätte ich Euch vielleicht einfach das Video gepostet, aber da viele von Euch kein Italienisch verstehen werden, habe ich es einmal für Euch übersetzt. Weil es mich einfach total berührt und geschockt hat. Weil Cyberbulling eine so grausame Sache ist, der sich viele von uns früher nicht aussetzen mussten, weil es einfach keine Handys und kein Internet gab.

Ein Video über Cybermobbing, das erschüttert

Erstellt worden ist es von der Fare X Bene Onlus, einer italienischen Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, gerade an Schulen für die Themen Mobbing, Diskriminierung und Cybermobbing zu sensibilisieren.

Übersetzung: Das erzählt die neue Mitschülerin…

Ihr seht eine Schulklasse, deren Lehrerin und eine neue Mitschülerin, die sich ihren Klassenkameraden im Video selbst vorstellt. Das hier ist das, was sie zu sagen hat:

“Hallo, ich bin Stefania,
ich komme aus Varese. Ich bin 14 Jahre alt und…
Was soll ich sagen?
Ich mag Musik, Sport und ich glaube fest an die Freundschaft.

Deswegen ertrage ich es nicht, wenn Personen mein Vertrauen missbrauchen.
Ich bin genau deswegen aus Varese weggegangen, weil Personen, von denen ich dachte, dass sie meine Freundinnen seien, mich hintergangen haben.

Es ist alles auf einem Geburtstagsfest passiert.
Ein normales Fest. Eins von denen, auf die wir alle gehen.
Na ja, wer hat noch nie etwas zu viel getrunken, wenn die Eltern nicht dabei sind?

Also ich habe auf dieser Feier etwas zu viel getrunken.
Ich habe mich im Bad erbrochen und bin ohnmächtig geworden.
Da haben einige von den Jungs, statt meinen Vater anzurufen, damit er mich abholen kommt, etwas ganz Schreckliches gemacht.

Während ich ohnmächtig war, haben sie so getan, als ob sie Sex mit mir hätten.
Und nicht nur das…
… sie haben alles mit einem Handy aufgenommen.

Am Morgen danach habe ich mich an nichts erinnern können,
aber es hat gereicht, das Handy anzuschalten,
um auf den Boden der Realität zu knallen.

In lediglich 24 Stunden habe ich 2000 Nachrichten mit Beschimpfungen erhalten.
Sie haben mich ausgelacht,
sie haben sich über mich lustig gemacht,
sie haben mich als “Schlampe” bezeichnet.

Wie kann man so gemein sein?

Ich bin vor Scham fast eingegangen,
ich konnte nicht atmen,
ich wollte nur noch allein in meinem Zimmer sein,
niemanden sehen.

Worte tun mehr weh als Schläge.

Und das ist das, was ich auf einen Zettel geschrieben habe – um 3 Uhr nachts am 2. April 2014.
Die Nacht, in der ich meinem Papa zum ersten und zum letzten Mal “Ich liebe Dich” geschrieben habe.
Die Nacht, in der ich mich von Varese verabschiedet habe
und von all den Personen, bei denen ich dachte, dass sie meine Freundinnen wären –
und auch von denen, die es wirklich waren.

In dieser Nacht habe ich das Fenster meines Zimmers geöffnet
und habe mich heruntergestürzt,
damit es für immer aufhört…

Wenn ich nicht tot wäre,
wäre ich heute eine Eurer Mitschülerinnen.
Und Ihr könnt nicht verstehen, was Ihr verpasst habt.”

Der traurige Hintergrund

Übrigens eine wahre Geschichte. Eine, wie sie überall passieren könnte und wie sie Carolina im Jahr 2013 passiert ist. Das Mädchen ist seit fünf Jahren tot. Der Prozess gegen die fünf Gleichaltrigen soll noch in diesem Jahr enden…

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Nadine
Über Nadine 144 Artikel
Freie Journalistin, Redakteurin sowie Geprüfte Übersetzerin für Italienisch - und Mama einer zweijährigen Kitamaus, die das Leben ganz schön spannend macht.

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