Wohnkostenquote: Diese Wohnorte kosten für Familien besonders viel…

Die Wohnkostenquote für Familien ist in München am höchsten. (Foto: Ilike / Adobe Stock)

Wohnen ist teuer. Die Mietpreise in den deutschen Großstädten steigen weiter an. Gemeinhin gilt die Grundregel, dass nicht mehr als ein Drittel des Einkommens für Miete oder Ratenzahlung beim Hauskauf verwendet werden sollte. Doch allein in München verschluckt die Miete etwa 45 Prozent vom Einkommen. Das gilt zumindest für Familien aus der Mittelschicht.


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Das Immobilienportal “Immowelt” hat die Situation in den 14 größten Städten Deutschlands näher beleuchtet. München ist demnach die teuerste Stadt. Auf Platz 2 folgen Frankfurt und Berlin, die beide eine “Wohnkostenquote” von 39 Prozent aufweisen. Weitaus günstiger ist es bei den Schlusslichtern Dortmund und Essen. Hier gehen für Mietzahlungen nur 22 Prozent des Gesamteinkommens drauf.

Warum eine so hohe Wohnkostenquote in München?

Laut “Immowelt” liegt das Netto-Einkommen bei einer Familie aus der Mittelschicht in München bei durchschnittlich 4242 Euro. Die durchschnittliche Warmmiete für eine Wohnung in München indes bei 1907 Euro. Das macht 45 Prozent des Gesamteinkommens aus. Gerade Paare mit zwei Kindern seien deshalb häufig gezwungen, zum Wohnen auf den preiswerteren Stadtrand oder ins Umland von München auszuweichen. Eine Wohnung in zentraler Lage von München ist für die meisten Durchschnittsverdiener schlichtweg zu teuer.

Mietpreise in Berlin und Frankfurt

Die Mieten in Berlin sind mit im Schnitt 1387 Euro zwar geringer als in der Bankenmetropole Frankfurt (1607 Euro), dennoch teilen sich aber beide Städte den zweiten Platz. Für sie wurde jeweils eine Wohnkostenquote für eine Mittelschicht-Familie von 39 Prozent errechnet. Das liegt daran, dass das durchschnittliche Gesamteinkommen ebenfalls abweicht. Während eine Frankfurter Familie im Durchschnitt ein Netto-Einkommen von 4122 Euro hat, liegt das Einkommen in Berlin bei 3559 Euro.

Ist der Osten viel günstiger als der Westen?

Das häufige Ost-West-Gefälle macht sich bei den Wohnkosten der Großstädte nicht besonders bemerkbar. Wohnen in Dresden und Nürnberg etwa ist ähnlich teuer. In Dresden etwa müssen Familien 32 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen ausgeben. Ihr monatliches Gesamteinkommen liegt bei durchschnittlich 3444 Euro. Damit ist es höher als in Stuttgart, wo dies mit 31 Prozent berechnet wurde. Das mittlere Einkommen in Stuttgart ist mit 4249 Euro sogar höher als das in München, die Warmmieten in Stuttgart liegen jedoch bei vergleichsweise günstigen 1327 Euro.

Wie viel Eures Familieneinkommens benötigt Ihr für die Wohnkosten?

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Hier lebt es sich am günstigsten

Die günstigsten Städte, die mehr als 500.000 Einwohner haben, sind Dortmund und Essen. In Dortmund kostet eine Wohnung mit einer Größe zwischen 80 und 120 Quadratmetern laut “Immowelt” 817 Euro, in Essen lagen die Mietpreise bei 847 Euro. Das Einkommen in Dortmund liegt dabei bei durchschnittlich 3646 Euro. Das mittlere Netto-Einkommen einer Familie in Essen hingegen bei 3775 Euro. Macht in beiden Fällen eine Wohnkostenquote von in etwa 22 Prozent.

Infografik: Immowelt

Wie wurde die Wohnkostenquote berechnet?

Für die Analyse wurde das Durchschnittsgehalt der jeweiligen Stadt zugrundegelegt. Veranschlagt wurden davon pro Paar 150 Prozent. Die Annahme war, dass ein Partner Vollzeit, der andere zu 50 Prozent Teilzeit arbeitet. Addiert wurde das Kindergeld für zwei Kinder. Außerdem wurde als Szenario angenommen, dass die Familien kirchensteuerpflichtig sowie gesetzlich versichert sind und keinen Kinderfreibetrag haben. Dieses Einkommen entspräche in etwa dem, was als Einkommen der Mittelschicht angesehen werde. Grundlage für die Berechnung der reinen Wohnkosten waren dabei alle auf “Immowelt” inserierten 4-Zimmer-Wohnungen mit einer Größe zwischen 80 und 120 Quadratmetern und deren Mietpreise. Die Nebenkosten wurden “mit einem Abschlag von 2,17 Euro/Quadratmeter auf eine 100-Quadratmeter-Wohnung hochgerechnet”.

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Nadine
Über Nadine 144 Artikel
Freie Journalistin, Redakteurin sowie Geprüfte Übersetzerin für Italienisch - und Mama einer zweijährigen Kitamaus, die das Leben ganz schön spannend macht.

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