Italien: Kirche und Familienminister lehnen sich gegen “Regenbogenfest” in Kita auf

Symbolbild: Gennadiy Poznyakov / Adobe Stock

Ein “Regenbogenfest” in einem Kindergarten in Bologna wird nun zum Thema im Parlament. Fünf Erzieherinnen haben gemeinsam mit Kindern zwischen 0 und 6 Jahren in einer Kindertagessstätte die “Gay Pride” von Bologna gefeiert. Ohne das Wissen der Eltern und zum Entsetzen von Kirche und Politik. Nur wenige Tage nach der Aktion in den Sommerferien haben es nun auch Vandalen auf die Einrichtung abgesehen.

Regenbogenfest wird zum Thema im Parlament

Als am 7. Juli die “Gay Pride” in Bologna anstand, feierte die Kindertagesstätte “La Meridiana di Casalecchio” tags zuvor mit bunten Farben ein “Regenbogenfest”. Erzieherinnen malten die Kinder im Gesicht mit den Farben des Regenbogens an und feierten zusammen getreu dem Motto: “Es lebe die Liebe.” Vorgelesen wurden außerdem die Geschichten “Buongiorno postino” und “Piccolo Uovo”. Zwei Bücher, die kindgerecht über das Leben in Regenbogenfamilien berichten. Die Eltern wurden vorab nicht über das Vorhaben informiert und reagierten scharf. Sie informierten den zuständigen Abgeordneten der Mitte-rechts-Partei Forza Italia. Jetzt ist das Regenbogenfest sogar Gegenstand einer Parlamentsanfrage sowohl an das italienische Bildungs- als auch an das Familienministerium.

Familienminister zeigt sich bestürzt

Familienminister Lorenzo Fontana reagierte umgehend mit einem Tweet und zeigte sich “bestürzt” über die “schwerwiegenden Vorkommnisse”: “Wie kann es sein, dass man etwas derartiges ohne das Wissen der Eltern macht, vor allem mit Kindern zwischen einem und fünf Jahren? Erziehung oder Ideologie?” Auch das Bistum Bologna ließ nicht lange auf eine offizielle Stellungnahme warten: “Die Kirche von Bologna hat mit Erschütterung erfahren, dass Kindern in einem empfindlichen Alter wie dem Vorschulalter die Veranstaltung “Gay Pride” in der Ferienbetreuung eines Kindergarten präsentiert worden ist. Ein derart komplexes Thema verdient es, mit größter Vorsicht und sicher unter voller Einbeziehuung der Familien angegangen zu werden, die die Hauptverantwortlichen in der Erziehung der Kinder sind.”

Träger kündigt interne Untersuchungen an

Der Träger der Einrichtung, die Kooperative “Dolce” hat bereits interne Untersuchungen angekündigt. Zu viele Stimmen wurden laut, dass das Verhalten der Erzieherinnen “unangebracht” und “falsch” sei. Nur wenige Tage später dann auch das: Ein mit allerhand Müll gefüllter Sack und einige verbrannte Spielzeuge wurden von Unbekannten im Garten des Kindergartens platziert – neben den Spielhäusern und der Rutsche der Kinder. Zwar könne es sich um einen Zufall handeln, so der Stadtrat. Aber der Verdacht liege nahe, dass es keiner sei.”

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Nadine
Über Nadine 144 Artikel
Freie Journalistin, Redakteurin sowie Geprüfte Übersetzerin für Italienisch - und Mama einer zweijährigen Kitamaus, die das Leben ganz schön spannend macht.

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