

Was ist aus diesem Plan geworden?
Ich bin vor 10 Jahren meinem Mann von Hamburg in die Schweiz gefolgt, dann sind wir gemeinsam nach Heidelberg und nun vor ein paar Monaten nach Rotterdam gezogen.
Wie schwer ist Euch der Schritt gefallen, mit Euren Kindern ins Ausland zu gehen?
Wir haben uns entschieden, in Berufen zu arbeiten, die häufiges Umziehen erfordern. Im Normalfall ziehen wir daher alle drei Jahre um. Außerdem ist der Begriff Ausland ist bei uns sehr dehnbar, da mein Mann aus Schottland kommt. Wir sind Europäer und genau so wollen wir unsere Kinder erziehen – als offene und tolerante Weltbürger, die keine geografischen Grenzen kennen.
Trotz allem war dieser Umzug zumindest für mich schwer. Deutschland ist eben doch Heimat für mich und mit einem Kindergartenkind ist man ganz anders verwurzelt.
Ab 4 Jahren beginnt dann die Schule. Die Kinder sind jeden Tag bis 15 Uhr in der Schule und gehen danach oft noch in den Hort. Mittwochs ist nur bis 12 Uhr Schule. Viele Eltern haben den Mittwoch frei und verbringen den Nachmittag mit den Kindern.

War es schwierig, für Eure Kinder einen Betreuungsplatz zu finden? Worauf habt Ihr dabei geachtet?
Unser 1-Jähriger geht seit den Herbstferien in den Kindergarten. Solange man mit der Anzahl und der Auswahl der Tage nicht wählerisch ist, bekommt man nach ein wenig Wartezeit einen Platz.
Bei der Schule unserer Großen mussten wir drauf achten, wann wir umziehen, da wir einen nahtlosen Übergang für die Betreuung für sie wollten. Das bedeutete jedoch, dass wir bis zu einem bestimmten Datum in den Niederlanden sein mussten, um noch an dem laufenden Schuljahr teilzunehmen. Für zukünftige Umzüge werden wir uns an den Sommerferien orientieren.
Da wir häufig umziehen, war es uns wichtig, dass unsere Tochter auf eine internationale Schule geht, in der die Unterrichtssprache Englisch ist. Wir möchten nicht von ihr verlangen, dass sie gegebenenfalls alle drei Jahre die Schule in einer anderen Sprache meistern muss. Außerdem möchte ich in der Lage sein, sie in der Schule unterstützen zu können und das geht natürlich auch nur in einer Sprache, die ich auch selbst beherrsche.

Hast Du genügend Zeit für Dich und Deine Familie? Würdest Du Dir manchmal mehr Unterstützung wünschen?
Unsere Familien sind beide weit weg. Meine Mutter versucht häufig zu kommen, aber den Alltag meistern wir allein. Derzeit haben wir eine sehr klassische Rollenverteilung, sprich ich bin derzeit daheim mit den Kindern. Manchmal fehlt mir die Me-Time, oder Zeit allein mit meinem Mann. Aber der Umzug hat uns als Familie sehr zusammengeschweißt. Wir geniessen es, die neue Heimat als Familie zu erkunden, viel Fahrrad zu fahren, gemeinsam neue Freunde kennenzulernen, die Wochenenden am Meer zu verbringen. Derzeit ist selbst das Einkaufen im Supermarkt ein Abenteuer!
Lieblings-Freizeitbeschäftigung für Euch als ganze Familie? Was macht Ihr gerne zusammen?
Diesen Sommer haben wir das Picknicken für uns entdeckt. Uns macht es Spass, gemeinsam einzukaufen, neue Plätze zu entdecken, rumzurennen, und gemeinsam holländische Spezialitäten zu geniessen.
Weitere Beiträge rund ums Ausland findet Ihr in unserer Rubrik “Blick ins Ausland”
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