Die Autopsie-Ergebnisse des Kindes, das in einer römischen Kinderkrippe während des Mittagsschlafes verstorben ist, sind da. Das berichtet nun die italienische Tageszeitung “Corriere della Sera”. Demnach sei das Kind an Herzrhythmusstörungen verstorben – verursacht durch eine angeborene und zuvor nicht entdeckte Erkrankung. Die Erst-Diagnose SIDS (plötzlicher Kindstod) ist damit vom Tisch. Auch für die Erzieher ändert sich dadurch einiges: Sie sind durch die Autopsie-Ergebnisse komplett entlastet.
Intensive Kontrollen in der Kinderkrippe
Die private Kinderkrippe, in der der erst zehn Monate alte Junge ums Leben kam, war direkt nach den tragischen Geschehnissen intensiven Kontrollen unterzogen worden. Waren alle Sicherheitsmaßnahmen eingehalten worden? Hatten die Erzieherinnen ihre Aufsichts- und Fürsorgepflicht eingehalten? Hatte ein so kleines Kind überhaupt in einem bodenebenen Bettchen schlafen dürfen oder wäre stattdessen ein geeigneter Kinderwagen angebracht gewesen? Und hätte das Bettchen mit Sensormatten zur Überwachung der Baby-Atmung ausgestattet sein müssen?
Neben den Sicherheitsmaßnahmen stand auch die Gesundheit des Kindes selbst auf dem Prüfstand. Jetzt das Ergebnis: eine angeborene Erkrankung, die die tödlichen Herzrhythmusstörungen während des Mittagsschlafes hervorgerufen hat. Sowohl die Erzieherinnen als auch die innerhalb von sechs Minuten herbeigeeilten Rettungskräfte hatten dem kleinen Jungen nicht mehr helfen können.
Zunächst hatte die Diagnose SIDS (plötzlicher Kindstod) im Raum gestanden, da der Junge zuvor keinerlei Anzeichen einer Erkrankung oder besorgniserregende Symptome aufwies. Er soll noch am Vormittag gut drauf gewesen sein, habe in der Kinderkrippe gespielt und sei nach einer Breimahlzeit von einer Erzieherin ins Bett gebracht worden. Als die Erzieherinnen das Kind wieder wecken wollten, waren seine Lippen blau angelaufen und es hatte keinerlei Lebenszeichen mehr gezeigt.
Tod eines Babys in der Kinderkrippe: Autopsie-Ergebnisse veröffentlicht
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