Ode an Erzieher: Für Rolf Zuckowski heißt es “Kita ist mehr…”

Interview / enthält Werbung

Feste Größe im Bereich der Kindermusik: Liedermacher Rolf Zuckowski. (Foto: M. Gamper)

Ich gebe es gleich von Anfang an zu: Als Kind war ich riesengroßer Rolf-Zuckowski-Fan und habe mich deshalb besonders gefreut, mit diesem tollen Liedermacher ein Interview führen zu können. 🙂 Nicht allerdings über sein Euch wohl allen bekanntes Lied “Leben ist mehr”, sondern über die neue Variante “Kita ist mehr”, die darauf aufmerksam macht, wie viel Erzieher täglich in ihrem Job leisten. Entwickelt wurde das Lied zusammen mit professionellen Textdichtern der “Celler Schule”. Aber hört und lest einfach selbst…

Anregungen von Erzieherinnen

Lieber Herr Zuckowski, aus “Leben ist mehr” wurde “Kita ist mehr” (per Klick zum Download bei Amazon). Warum bietet sich ausgerechnet dieses Lied an, um den Alltag von Erziehern aus einer ganz neuen Perspektive zu beleuchten?

“Es ging mir darum, ein kraftvolles und sehr gut singbares Lied zu nutzen, auf dessen Originaltext man sehr gut neue Inhalte finden und reimen kann. Dabei halfen uns die Anregungen von Erzieherinnen, die auf einen Aufruf der Zeitschrift „Musik in der Kita“ reagiert haben.”

“Kita ist mehr” wurde beim KITA-Kongress 2019 uraufgeführt – allerdings ganz ohne Kinder. Das kenne ich von Ihren Liedern ganz anders… Gibt es dafür einen bestimmten Grund?

“Ich habe viele Lieder für Erwachsene geschrieben und fand, dass unser Anliegen, das Ansehen des Berufstands der Erzieherinnen und Erziehern in der Gesellschaft zu fördern, mit einem von ihnen selbst gesungenen Lied am besten zu vermitteln wäre.”

Was bedeutet Kita vorrangig für Sie?

Ein Ort, an dem Kinder sich entfalten und in ihrer Entwicklung gefördert werden können. Ein Ort, an dem einen Gemeinschaft auch Geborgenheit bietet. 

Gibt es eine Botschaft, die Sie selbst an Erzieher oder vielleicht ja sogar an die Eltern von Kitakindern haben?

“Lasst die Kinder singen und singt selber mit ihnen, am besten mit einem beweglichen Instrument in der Hand, das kann eine Gitarre, eine Ukulele oder vielleicht auch ein Akkordeon sein. Begegnet den vielfältigen Verlockungen der digitalen Welt mit Euren eigenen Ideen und Erlebnissen, die Kopf, Hand und Herz mit einander verbinden.”

Dieses eine, ganz spezielle Lied…

Welches Ihrer Lieder liegt Ihnen besonders am Herzen? Gibt es vielleicht einen Song, der für Sie eine ganz spezielle Bedeutung hat und mit dem Sie besonders viele Erinnerungen verbinden?

“Das Lied „Ich schaff das schon“ ist auf einem Spaziergang mit meinem damals dreijährigen Sohn entstanden, der nach dem Stolpern auf einer Treppe sagte: “Ich schaff das schon!“ Inzwischen hat das Lied vielen Menschen in jedem Lebensalter geholfen, aus einer Krise heraus wieder zuversichtlich zu werden. Das berührt mich in jedem Einzelfall, von dem ich höre, sehr.”

Vielen Dank, Herr Zuckowski und weiterhin Ihnen und uns so viel Spaß mit Ihrer Musik!

Wie sieht es eigentlich bei Euch aus? Habt Ihr auch besondere Erinnerungen an Lieder von Rolf Zuckowski? Ich zum Beispiel kann mich noch sehr gut an einen Kindergeburtstag mit Planwagenfahrt im Wald erinnern, an dem die ganze Zeit über “Die Vogelhochzeit” lief, an meine eigenen Geburtstage im Juni, bei denen gerne “Sommerkinder” gespielt wurde und habe auch zu “Papi, wach auf!” eine ganz besondere Beziehung. Den haben wir gerne als sonntäglichen Weckruf mit voller Lautstärke auf dem Kassettenrekorder gespielt…)

Ihr sucht noch nach Ideen für Eure Kinder oder für den Einsatz in Kita und Schule? Dann stöbert doch mal in unserer Rubrik Spielzeug & Bücher.

Nadine
Über Nadine 298 Artikel
Freie Journalistin, Redakteurin sowie Geprüfte Übersetzerin für Italienisch - und Mama einer zweijährigen Kitamaus, die das Leben ganz schön spannend macht.

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