Fettnäpfchen an Weihnachten? Hier kommt Hilfe in letzter Minute…

Interview / Büchertipp

Gespräch unter Experten: Nikolaus (l.) und Autorin Nadine Luck (r.). (Foto: Nadine Luck /privat)

Die roten Kerzen am Adventskranz brennen langsam runter, Lebkuchen kann man allmählich nicht mehr sehen und dann kommt auch schon bald der Nikolaus. Ups, ich meine natürlich den Weihnachtsmann. Was genau man an Weihnachten alles “falsch” machen kann, weiß Weihnachts- und Fettnäpfchenexpertin Nadine Luck, die übrigens auch auf “Mama und die Matschhose” bloggt. Sie selbst trägt derzeit natürlich keine Matschhose, sondern ab und an auch einmal einen Weihnachtspulli.

Hallo Nadine! Oder sollte man dir jetzt schon “Frohe Weihnachten” wünschen?

Wenn wir uns nicht mehr sprechen bis Weihnachten, können wir uns gern jetzt schon frohe Weihnachten wünschen! Das ist nicht wie bei Geburtstagen, dass vorzeitige Wünsche für Unglück sorgen sollen. Ich wünsch dir auch ein frohes Fest!

Wer wie Nadine Luck Weihnachtsbücher schreibt, braucht natürlich auch einen Weihnachtspulli. (Foto: privat)
Du hast einen “Fettnäpfchenführer Weihnachten” geschrieben. Auch der Name Gurian Hollerbach taucht dort immer wieder auf. Wer bitte ist das?

Gurian ist ein Zeitreisender aus dem Jahr 2226, in dem es kein Weihnachten mehr gibt. Er besucht im Buch seine Familie aus der Vergangenheit, dem heutigen Deutschland, und lernt über sie alle Bräuche und Rituale kennen, die zum Fest gehören. Klar macht er dabei vieles falsch, er verkleidet sich etwa am Nikolaustag als Weihnachtsmann und backt Muffins statt Plätzchen.

Gurian kommt in der Halloween-Nacht in der heutigen Zeit an. Darf er dann schon Lebkuchen und Spekulatius essen? Immerhin gibt es die dann schon im Supermarkt. 

Er darf sie natürlich essen – aber ich würde es ihm nicht empfehlen. Ich finde, die Magie des Advents wäre nicht dieselbe, wenn die Menschen bereits im September und Oktober ständig Weihnachtsgebäck naschen würden. Wenn man sich diesen Genuss aufspart, ist es tatsächlich eine besondere Freude, erst am ersten Adventssonntag in die Leckerei zu beißen. In dieser Sache streng zu sich selbst zu sein, hat einen besonderen Reiz in einer Zeit, in der das ganze Jahr über alles zu haben ist: Spargel im Winter, zum Nachtisch Erdbeeren mit Eis. Da ist es doch schön, eine Nische für das Besondere zu bewahren, oder?

In welchem Zeitraum hast du dein Weihnachtsbuch geschrieben? Wie hast du dich zum Schreiben in Weihnachtsstimmung gebracht?

Ich habe das Buch zwischen Januar bis Juli in diesem Jahr geschrieben, und ja, es war schon merkwürdig, am Schreibtisch zu sitzen, während es draußen 34 Grad hat und die Freibadtasche schon gepackt neben der Tür steht. Ich habe aber im vergangenen Winter schon viele Notizen gemacht – beim Adventskranzbinden in der Gärtnerei, nach dem Besuch des Nikolaus, nach dem „Stille Nacht“ in der Kirche -, die ich beim Schreiben durchgelesen habe. Das hat mich tatsächlich in Stimmung gebracht.

Zwei goldene Bücher für den Nikolaus – jetzt kann nichts mehr schiefgehen. (Foto: privat)
Hat Weihnachten eigentlich noch was von seinem Zauber über, wenn man so viel über das Fest geschrieben hat?

Ich weiß jetzt natürlich viel mehr über das Fest als vorher und gehe manche Rituale viel bewusster an. Traditionell sind Adventskranzkerzen etwa lila- und rosafarben, entsprechend den Farben der liturgischen Priestergewänder im Advent. Der dritte Adventssonntag ist der Gaudete-Sonntag, an dem tragen Priester zur Vorfreude aufs Fest ein rosafarbenes Gewand. Dass ich jetzt solche Dinge weiß und beobachte, erhöht für mich den Zauber und die Freude.

Der Fettnäpfchenführer Weihnachten ist nicht Dein erster Fettnäpfchenführer. Du hast auch schon einen Fettnäpfchenführer Bayern (Affiliate-Link) geschrieben. Man könnte jetzt meinen, dass Du wirklich ständig in Situationen gerätst, die man eigentlich vermeiden sollte… 

Ach, jeder steigt in Fettnäpfchen, und ich natürlich auch. Mir ist es zum Beispiel passiert, dass ich die Weihnachtsgeschenke der Kinder mit dem Geschenkpapier verpackt habe, das ich vorher gemeinsam mit ihnen gekauft hab. Sie haben sich natürlich darüber gewundert. Fast hätte es wegen des Papiers ein Christkind-Outing gegeben, das wäre natürlich blöd gewesen. Ansonsten achte ich aber auch darauf, in welche Fettnäpfchen andere treten. Zum Bayern-Buch hat ich etwa mein Mann inspiriert, der von NRW nach Bayern gezogen ist …

Vielen Dank für das nette Interview, Nadine. Und natürlich ein wunderschönes und fettnäpfchenfreies Weihnachtsfest!

Weitere Angaben zu Nadines Buch… 

  • Titel: “Fettnäpfchenführer Weihnachten: Da habt Ihr die Bescherung”
  • Autorin: Nadine Luck
  • Verlag: Conbook
  • Seitenzahl: 256 Seiten
  • ISBN: 978-3958892729
  • Preis: 9,95 Euro

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Nadine
Über Nadine 295 Artikel
Freie Journalistin, Redakteurin sowie Geprüfte Übersetzerin für Italienisch - und Mama einer zweijährigen Kitamaus, die das Leben ganz schön spannend macht.

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