Stilles Ertrinken? – Bei diesen Anzeichen wird dringend Hilfe benötigt…

Ertrinken passiert oft leise und unbemerkt. (Symbolbild: bohbeh / Adobe Stock)

Wenn jemand ertrinkt, dann geschieht das nicht immer unter lauten Hilferufen und mit wedelnden Armen. Oft passiert es auch still und unbemerkt. Darauf macht der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), eine der größten Wasserrettungsorganisationen Deutschlands, aufmerksam. Denn fast täglich gäbe es Berichte über Bade- und Schwimmunfälle. Immer wieder auch mit Todesfolge. Gerade jetzt im Sommer und in der Urlaubszeit häufen sich die Meldungen dazu.

Der ASB macht auf stille Gefahr aufmerksam. (Foto:: “obs/ASB-Bundesverband”)

Wie sieht stilles Ertrinken aus?

Doch Ertrinkende erkennt man nicht immer direkt. “Eine große Gefahr geht vom sogenannten “Stillen Ertrinken” aus”, wird Michael Schnatz vom ASB in einer Pressemitteilung zitiert. Von vielen werde dies unterschätzt, nicht erkannt oder sie wüssten gar nicht darum. Er empfiehlt, auf folgende Anzeichen bei anderen Badenden zu achten:

  • Ertrinkenden fehlt die Kraft zum Winken.
  • Die Arme sind seitlich ausgestreckt.
  • Die Person verharrt auf einer Stelle.
  • Der Körper steht senkrecht im Wasser oder treibt an der Oberfläche.
  • Da oftmals die Kraft nur noch zum Atmen reicht, ringen Ertrinkende um Luft und rufen nicht um Hilfe.
  • Der Kopf taucht immer wieder unter Wasser, die Augen sind geschlossen und starren ins Leere.

Bei diesen Anzeichen, so Schnatz, sei Gefahr in Verzug. Die Wasserrettung oder der Bademeister seien unverzüglich zu informieren. Jeder solle sowohl am Meer als auch an Seen und im Freibad oder Hallenbad auf seine Mitmenschen achten und nicht davon ausgehen, dass eine Person in einer Notsituation laut um Hilfe rufe. Schnatz zeigt sich zudem überzeugt: “Wenn mehr Menschen auch um das Phänomen des stillen Ertrinkens wissen und darauf achten, kann mit Sicherheit der ein oder andere Schwimmunfall vermieden werden.”

Quelle: Pressemitteilung des ASB – Titelbild: bohbeh / Adobe Stock)

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Nadine
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Freie Journalistin, Redakteurin sowie Geprüfte Übersetzerin für Italienisch - und Mama einer zweijährigen Kitamaus, die das Leben ganz schön spannend macht.

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