Ramadan und fastende Kinder: Darauf sollten Erzieher und Lehrer achten…

Auch viele Schulkinder fasten im Fastenmonat Ramadan. (Foto: Arapix / Adobe Stock)

Der Fastenmonat Ramadan steht bevor. Gläubige Muslime dürfen dann zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang weder essen noch trinken – auch in Deutschland. Und obwohl die islamischen Fastenregeln Ausnahmen für Ältere, Schwangere oder auch Kinder zulassen, fasten viele Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter. Auf mögliche Folgen des Fastens weisen nun der Kinderschutzbund (DKSB) und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin.

Fastende Kinder leiden unter mangelnder Konzentrationsfähigkeit

Unzureichende Flüssigkeitsaufnahme könne zu mangelnder Konzentrationsfähigkeit führen und auch das Schlafverhalten könne sich durch strenges Fasten verändern, wird Dr. Thomas Fischbach, Präsident des BVKJ in einer Pressemitteilung des Kinderschutzbundes zitiert: “Besonders in dieser Zeit, in der Zeugnisse und Schulabschlüsse anstehen, fordert das die Kinder sehr. Gerade dann benötigen sie genügend Schlaf, gesunde Nahrung und ausreichend zu Trinken.”

Zwar sollten, so heißt es in der Mitteilung weiter, Familien in ihrem Wunsch unterstützt werden, ihre Religion auszuüben. Risiken für die Gesundheit von Kindern sollten aber im Blick behalten werden. Aus diesem Grund empfehlen DKSB und BVKJ beim Umgang mit fastenden Kindern konkrete Handlungsschritte für Lehrer, Ärzte und andere Fachkräfte.

Dazu rät der Kinderschutzbund

Der DKSB rät unter andrem dazu, dass…

  • Eltern die verantwortlichen Lehrer oder Erzieher darüber informieren, dass ihre Kinder fasten
  • Eltern erfahren sollten, dass Schulen, Kindergärten und Sportvereine verpflichtet sind, dann einzugreifen, wenn sie bei den Kindern gesundheitliche Einschränkungen erkennen
  • Lehrer/Erzieher und Eltern gemeinsam nach Lösungen suchen. Denkbar wäre zum Beispiel, dass die Kinder nur am Wochenende, nur an einem Tag in der Woche oder aber auch nur stundenweise fasten.

Dazu weiter Ekin Deligöz als Vorstandsmitglied im DKSB: “Ganz wichtig ist eine gute Kommunikation zwischen allen Beteiligten und gegenseitiges Verständnis. “>Unser Ziel ist es, dass Kinder, die fasten möchten, dies altersgerecht und ohne ihre Gesundheit zu schädigen tun. Denn am Ende ist das Wohl des Kindes und sein gesundes Aufwachsen das Wichtigste.”

Ramadan im Jahr 2019

Der Fastenmonat Ramadan beginnt in diesem Jahr am 5. Mai und endet am 4. Juni. Die Handlungsempfehlungen des Kinderschutzbundes zum Ramadan-Fasten von Kindern und Jugendlichen findet Ihr hier.

Dieser Beitrag gehört zu unserer Rubrik “Schulkinder”. Ihr kennt “Kitamaus & Schulflöhe” noch nicht? Stöbert doch einfach mal auf unserer Seite. Dort findet Ihr alles rund um Kita- und Schulkinder – Buchvorschläge, Rezensionen zu Spielzeugen und DIY-Tipps inklusive…

 

Nadine
Über Nadine 236 Artikel
Freie Journalistin, Redakteurin sowie Geprüfte Übersetzerin für Italienisch - und Mama einer zweijährigen Kitamaus, die das Leben ganz schön spannend macht.

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