Herzenswunsch vieler Kinder: Ein eigenes Haustier!

Ein eigenes Haustier ist der sehnliche Wunsch vieler Kinder. Doch es gibt einige wichtige Punkte, die Eltern bedenken sollten, bevor sie den Wunsch erfüllen. (Foto: DoraZett / Adobe Stock)

Mama, ich will einen Hund! Irgendwann äußert fast jedes Kind seinen Wunsch nach einem Haustier. Tierische Hausgenossen sind ohne Zweifel gut für Kinder und bereichern den Alltag. Eltern sollten sich die Anschaffung aber gut überlegen – sonst sind Enttäuschung und Ärger vorprogrammiert. Wir geben Euch ein paar Ratschläge aus eigener Erfahrung, damit die kuscheligen Gefährten nicht eines Tages im Tierheim landen, weil es der letzte Ausweg ist.

Ich war noch keine sechs Jahre alt, als Kuschel bei uns eingezogen ist. Kuschel war ein Meerschweinchen, ein sehr flauschiges und kuscheliges kleines Wesen. Ich war in das Tierchen vernarrt und hätte es am liebsten jeden Abend mit ins Bett genommen. Aber da haben meine Eltern ihr Veto eingelegt. Zu Recht. Köttel im Bett sind nicht schön.

Meerschweinchen waren für mich als Kind die perfekten Haustiere. (Fotos: Mareike Kuhn)

Kuschel war ein toller Schmuse- und Spielgefährte. Von Anfang an hatte ich aber auch meine Pflichten: Fellpflege, Käfig sauber machen, für frisches Wasser sorgen, im Sommer darauf achten, dass sein riesiger Auslaufkäfig genügend schattige Plätzchen und leckeren Klee zu bieten hatte usw. Das Futter hat meine Mutter dann doch lieber selber geben wollen – sonst hätten wir aus Kuschel vermutlich einen Moppel gemacht.

Nach Kuschel kamen und gingen noch zwei weitere Meerschweinchen und ein Zwergkaninchen, das diesen Namen nicht verdiente. Meerschweinchen können zwar in Einzelfällen bis zu acht oder gar zehn Jahre alt werden. Aber meine Schweinchen kamen nicht über drei, vier Jahre hinaus. Jedes Mal war ich todtraurig. Irgendwann habe ich dann beschlossen: Ich will keine Meerschweinchen mehr haben, zumal ich jeweils nur eins halten durfte. Das fand ich als Kind schon nicht fair gegenüber den Tieren. In trauter Zweisamkeit wären sie vermutlich auch älter geworden.

Aber eines ist sicher und mir in Erinnerung geblieben: Haustiere sind ein Segen für die Familie und tun Kindern einfach nur gut. Es gibt zig Gründe, die für die Anschaffung eines Haustiers sprechen. Die fünf wichtigsten sind wohl:

1. Kinder, die mit Haustieren aufwachsen, sind gesünder

2. Haustiere stärken das Verantwortungsbewusstsein aber auch das Selbstwertgefühl

3. Kinder entwickeln mehr Sozialkompetenz, dazu kommt eine schnellere Entwicklung

4. Haustiere wirken beruhigend auf Kinder ein

5. Haustiere sind gut für die Konzentration

Aber: Ein Tier ist kein Spielzeug!

Doch bevor Eltern ihren Kindern den Wunsch nach einem Haustier erfüllen, sollten sie ein paar wichtige Punkte beachten. Das Haustierportal „Mein Haustier“ hat Tipps für die Zeit vor und nach der Entscheidung für einen Hund oder einer Katze zusammengestellt. Zuallererst müsse vor dem Kauf der zur Verfügung stehende Platz in der Wohnung oder dem Haus berücksichtigt werden. Egal ob Hund oder Katze – die Tiere müssen sich ausreichend bewegen können. Bei einer Mietwohnung müsse die Haltung von Haustieren mit dem Vermieter abgeklärt sein.

Odin ist ein gebürtiger Grieche. Der süße Straßenhund hat in Deutschland ein liebvolles Zuhause gefunden.

Eltern sollten vorher auch sichergehen, dass in der Familie keine Allergien oder Ängste vor Tieren bestehen. Die Haustierexperten empfehlen einen Allergietest. Damit könne vermieden werden, dass das Tier aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen frühzeitig wieder abgegeben werden muss. Allergien können übrigens nicht nur bei Tierhaaren auftreten, sondern auch bei Einstreu, Heu oder Spielzeug.

Eltern müssen ihrem Nachwuchs zudem klarmachen, dass ein Tier eine große Verantwortung bedeutet:

Es muss gefüttert und sauber gehalten werden.

Es braucht Ansprache und Beschäftigung.

Es ist ein lebendiges Wesen mit eigenen Bedürfnissen und Gefühlen.

•  Vor allem ist es kein Spielzeug, mit dem man sich nach Lust und Laune beschäftigen und dann wieder in die Ecke legen kann, wenn einem damit langweilig wird.

Nicht zuletzt sollten Eltern bedenken, dass ein Tier Zeit und Geld kostet. Zudem kann es lange leben. „Die Entscheidung für ein Haustier sollte nicht leichtsinnig gefällt werden. Je nach Tier- und Rassenart bindet man sich 8 bis 20 Jahre an die treuen Vierbeiner und ist jederzeit verantwortlich für ihr Wohlergehen“, betont Christina Nielsen vom Haustierportal “Mein Haustier”.

Ein neuer Hausgenosse: Kaufen oder adoptieren?

Wer unbedingt eine Rassekatze oder einen Rassehund haben will, wird bei einem Züchter sicher schnell fündig.  Ein Blick in diverse Kleinanzeigen auf diversen Internetportalen kann auch nicht schlecht sein, sucht man nach einem nicht so kostspieligen Tier. Oftmals werden Katzenbabys auch gratis abgegeben. Ein anderer Anlaufpunkt ist das örtliche Tierheim – das kostet zwar etwas, dafür bekommt man aber ein Tier, das gründlich durchgecheckt und bereits geimpft und gechipt ist. 

Nicht zuletzt gibt es Tierschutzorganisationen, die Hunde oder Katzen beispielsweise aus Griechenland vermitteln. In Ländern wie Griechenland haben Hunde und Katzen denselben Stellenwert wie Ratten und werden dementsprechend behandelt. “Entsorgungsmethoden” wie vergiften, erschlagen, aufhängen, bei lebendigem Leib vergraben sind leider an der Tagesordnung. Unter den Stichworten „Straßenhund/Griechenland“ oder „Katzen/Griechenland“ sind etliche seriöse Tierschutzorganisationen zu finden, die für die ungewünschten Tiere ein liebevolles Zuhause finden.

Drei Kater und ein Kleinkind

Unser Kind wächst mit drei Katern auf. Ungefragt – wir hatten die Fellnasen bereits, als unser Spross noch überhaupt nicht in Planung war. Mit seinen knapp drei Jahren ist Sohnemann noch nicht wirklich ein toller Spielgefährte für die Katzen. Er ist begeistert von seinen Mitbewohnern auf vier Pfoten und hat sie lieb, aber er ist einfach noch zu ungestüm. Für Katzengeschmack ist er viel zu enthusiastisch.

Jos und sein damaliges Kuscheltier – ein Hund.

Am gelassensten bleibt noch unser ältester Kater, Zip, wenn der Kleine in der Nähe ist. Zip lässt sich streicheln und küssen und hält auch schon mal als flauschiges Kopfkissen her. Wenn es ihm zu viel wird, verzieht er sich einfach oder gibt dem Kleinen einen Klaps mit der Pfote. Es ist aber schon erstaunlich, wie geduldig er mit unserem Buben ist. Die beiden anderen Katerkinder, Jos und Zushi, finden das Menschenkind zwar interessant. Sie beobachten sein Treiben aber lieber aus der sicheren Höhe eines Schränkchens oder einer Kommode.

Wie unser Leben mit drei Katern und Kleinkind aussieht, lest Ihr in dieser Kolumne. In lockerer Folge stelle ich Euch unsere drei Kater vor und lasse Euch Einblick in den ganz alltäglichen wuseligen Wahnsinn nehmen. Viel Spaß! Ich freue mich auf Euer Feedback und auf Eure eigenen Haustiergeschichten!

Eure Mareike

Alle wichtigen Informationen zu Rahmenbedingungen, Kosten und Herausforderungen in der Hunde- und Katzenhaltung haben die Experten von “Mein Haustier” zusammengestellt. Welches Tier wäre bei Euch am rechten Fleck: Hund oder Katze?

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Mareike
Über Mareike 16 Artikel
Freie Journalistin und Redakteurin, ab und zu auch Proofreaderin für ein Übersetzungsbüro. Außerdem Mama eines Zweijährigen, der sie liebend gern auf Trab hält.

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