Alle Jahre wieder: Was tun mit dem Weihnachtsmüll?

Am Ende der Feiertage häufen sich nicht die Geschenke, sondern der Müll. (Foto: jasoncoxphotography/Adobe Stock)

Weihnachten ist ein Fest der Freude, der Besinnung und ein Fest des Konsums. Es wird mehr gekauft, mehr verpackt und auch mehr weggeworfen. Ob Verpackungen, Geschenkpapier oder Essensreste: Weihnachten beschert alle Jahre wieder einen enormen Müllberg. Laut offizieller Statistiken wird fast ein Fünftel mehr Abfall produziert als im restlichen Jahr.

Wie entsorgt man den Weihnachtsmüll richtig?

Neigen sich die Festtage ihrem Ende zu, geht es ans Aufräumen und Entsorgen. Dabei kommt es auf die richtige Mülltrennung an. Hier ein kleiner Überblick, welche Materialien wo und wie am besten entsorgt werden:

  • Geschenkpapier, Weihnachtskarten und Verpackungen aus Papier und Pappe gehören in die Altpapiertonne.
  • Geschenkpapier und -bänder aus Kunststoff, Verbundstoffe und metallhaltige Verpackungen sollten im gelben Wertstoffsack beziehungsweise in der gelben Wertstofftonne landen.
  • Getränkeflaschen und weitere Glasabfälle in den Glascontainer werfen.
  • Essensreste und Küchenabfälle sowie diverse kompostierbare Abfälle gehören in die Biotonne.
  • Ausgediente Weihnachtsdeko, die nicht über den Gelben Sack/die Gelbe Tonne entsorgt werden kann, gehört ebenso in die Restmülltonne wie Kerzenreste.
  • Der Weihnachtsbaum kann an die Straße gestellt werden. Wer zufällig einen Shredder besitzt, kann ihn aber auch kleinhäckseln und als Kompost verwenden. In jedem Fall muss der Baum frei von Glitzer- und Schneespray sein. Angesprühte Zweige sind im Restmüll zu entsorgen.
  • Bei der Entsorgung von Lametta ist Vorsicht geboten. Die kann nämlich noch zum Teil Blei enthalten. Das macht sie zum Fall für die Problemstoffsammlung. Hier führt der Weg unweigerlich zum Recyclinghof der Kommune, es sei denn, diese bietet eine mobile Sammlung von potenziell gefährlichen Problemstoffen an.

Unter den Weihnachtsbäumen allüberall stapeln sich auch hübsch eingepackte elektronische Geschenke. Wenn die irgendwann einmal ihren Geist aufgeben, müssen auch sie korrekt entsorgt werden. Wo sie auf keinen Fall landen sollten: in der Restabfalltonne.

Auf Computerplatinen stecken viele wertvolle Metalle, die wieder nutzbar gemacht werden können. (Foto: ALBA Group/Boris Geilert)

Handy und Co. nicht in die Restmülltonne kloppen

In kaputten Smartphones, Spielekonsolen, ferngesteuerten Autos etc. stecken wertvolle Rohstoffe. Allein ein Smartphone oder Tablet kann rund 50 verschiedene Metalle enthalten, darunter Kupfer, Gold oder seltenere Elemente wie Iridium oder Lithium. Viele wichtige Zukunftstechnologien sind ebenfalls von einer Vielzahl von Rohstoffen abhängig.

Nur sind viele dieser Rohstoffe bereits als kritisch eingestuft. Kritisch bedeutet, dass diese Rohstoffe nur begrenzt verfügbar sind. Zudem konzentriert sich ein großer Anteil der weltweiten Produktion auf wenige Länder. 90 Prozent des weltweiten Angebots der kritischen Rohstoffe wird außerhalb der EU gewonnen – und das oftmals unter gesundheits- und naturgefährdenden Bedingungen.

Daher ist es immens wichtig, dass ausgediente elektronische und elektrische Geräte aber auch alte Batterien richtig entsorgt werden. Nur so gelangen sie ins Recycling. Nur so können die wertvollen Sekundärrohstoffe zurückgewonnen und für die Herstellung neuer Geräte verwendet werden.

Kinderleicht: Wie man Elektroschrott loswird

Den kaputten Fön, den defekten Toaster und alle anderen strom- und batteriegetriebenen Geräte kann man kostenlos auf den kommunalen Recyclinghöfen entsorgen. Weitere Anlaufstellen, wo Ihr die alten Geräte loswerden könnt, sind größere Einzel- und Online-Händler. Diese sind zur Rücknahme verpflichtet.

Geräte mit einer Kantenlänge von bis zu 25 Zentimetern müssen immer zurückgenommen werden – unabhängig davon, ob Ihr es in dem Laden gekauft habt oder dort nun ein neues Gerät kaufen wollt. Für größere Geräte gilt das Prinzip alt gegen neu: Kauft Ihr beispielsweise einen neuen Fernseher, muss der Händler Euren alten Fernseher kostenfrei zurücknehmen.

Ihr könnt kleineren Elektroschrott auch per Post entsorgen. Dieser Service heißt Electroreturn und wird von der Deutschen Post angeboten. Ihr müsst nur Eure alten Elektrogeräte in einen Maxibrief packen, die Electroreturn-Versandmarke ausdrucken und aufkleben – und ab damit in den nächsten Briefkasten oder zur Postfiliale. Für diesen Service müsst Ihr noch nicht mal etwas bezahlen. Einfacher geht es kaum, seinen Elektroschrott zu entsorgen

Wie der Electroreturn-Service funktioniert, welche Elektrogeräte darüber entsorgt werden können, und wo der Elektroschrott schließlich landet, erklärt die Deutsche Post ausführlich auf ihrer Webseite: https://www.deutschepost.de/de/e/electroreturn.html. Die Deutsche Post hat über Electroreturn bereits mehr als 2,4 Millionen Handys und 1,5 Millionen Druckerpatronen dem Recycling oder der umweltfreundlichen Entsorgung zugeführt.

Weihnachtskampagne von PENNY: Die ersten Herzenswünsche werden wahr

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Mareike
Über Mareike 7 Artikel
Freie Journalistin und Redakteurin, ab und zu auch Proofreaderin für ein Übersetzungsbüro. Außerdem Mama eines Zweijährigen, der sie liebend gern auf Trab hält.

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