Spielschleim meist gesundheitsschädlich

In Spielschleim ist zu viel Borsäure enthalten. (Foto: Tsyb Oleh / Adobe Stock)

Der bei Kindern beliebte Spielschleim ist meist gesundheitsschädlich. Das hat eine Überprüfung der Stiftung Warentest ergeben. Fünf von fünf stichprobenartig getestete Spielschleime enthalten sogar so viel, dass sie gar nicht erst hätten verkauft werden dürfen.

Warum ist in Spielschleim Borsäure enthalten?

Borsäure sorgt für die spezielle Konsistenz des Spielschleims. Er lässt ihn glibbern, Fäden ziehen und so richtig schön “schleimig” sein. Je mehr Borsäure enthalten ist, umso dickflüssiger wird der Spielschleim. Allerdings ist ein zu hoher Borsäuregehalt gesundheitsschädigend.

Was für Gesundheitsschäden ruft Borsäure hervor?

Kinder kommen mit Borsäure vor allem über die Haut in Berührung. Gerade bei kleineren Kindern sind jedoch auch ein Schleimhautkontakt oder das Verschlucken von SlimePartikeln möglich. Insbesondere etwa dann, so heißt es bei der “Stiftung Warentest”, “wenn der Schleim wie bei “Vikilulu Crystal Slime” in Getränkedosen verpackt ist oder wie bei anderen mit Strohhalm ausgeliefert wird.” Gelange zu viel Borsäure in den Körper, könne dies akut Irritationen, Durchfall, Erbrechen und Krämpfe hervorrufen. In Tierversuchen habe sich gezeigt, dass Borsäure außerdem die Fruchtbarkeit sowie die Embryonalentwicklung beeinträchtige.

Welcher Slime ist bedenklich?

Doppelt so viel Bor wie erlaubt setzen das “Kristall Knete Set” von Cosoro (wird mit Strohhalmen geliefert) sowie das “Super Slime Set” von “SuSenGo” frei. Die Spielschleime von “iBaseToy”, “Jim’s Store” und “Vikilulu” (wird in Getränkedosen verkauft) überschreiten den Grenzwert sogar um das Dreifache. Abbildungen der Produkte findet Ihr hier: https://www.test.de/Spielschleim-Borsaeure-in-allen-geprueften-Slime-Produkten-5391703-0/

Erst kürzlich sei zudem der bei Tedi verkaufte Knetschleim “Dinosaurier” (Hersteller: “Out of the Blue”) vom Markt genommen worden. Auch in Italien, Großbritannien und Spanien seien Spielschleime gefunden worden, die unerlaubt viel Bor enthielten. Von den 33 untersuchten Fertig-Slimes hätten 16 den Grenzwert überschritten.

Empfehlung der Stiftung Warentest

Die Empfehlung der Stiftung Warentest: “Eine akute Gefahr geht von den geprüften Schleimen wahr­scheinlich nicht aus. Wir empfehlen dennoch, Kinder nicht der Matscherei mit den Borverbindungen auszusetzen.”

Wer keineswegs auf Spielschleim verzichten will, der kann übrigens auf ein DIY-Produkt zurückgreifen, das die Stiftung Warentest empfiehlt – Spielschleim aus Marshmallows. Aber Achtung: Das wird zumindest anfangs extrem klebrig…

Lieber etwas Einfaches aus Papier basteln? Ein paar Ideen findet Ihr hier: http://kitamaus.de/category/kreativecke/

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Nadine
Über Nadine 144 Artikel
Freie Journalistin, Redakteurin sowie Geprüfte Übersetzerin für Italienisch - und Mama einer zweijährigen Kitamaus, die das Leben ganz schön spannend macht.

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