Urlaub in Sachsen geplant? Oder vielleicht kommt Ihr sogar aus der Nähe von Dresden? Für einen Tagesausflug lohnt sich dort der Besuch im Kinder-Museum des Deutschen Hygiene-Museums.
Neues Konzept in der “Welt der Sinne”
Mehr als eine Million Personen haben das Kinder-Museum seit seiner Eröffnung im Jahr 2005 besucht. Nun wartet es mit einem neuen Konzept auf: neue Entdeckungsmöglichkeiten, ein frischer Anstrich und noch mehr Experimente. Der 500 Quadratmeter große Erlebnisbereich ist seit März umgewandelt. Die Hände der vorrangig Vier- bis Zehnjährigen Besucher hatten in zwölf Jahren Spuren hinterlassen. Fünf Monate lang hat die Umbauphase gedauert. Jetzt hat die “Welt der Sinne” wieder geöffnet. Nach wie vor, so heißt es in einer Pressemitteilung des Museums, stünden die fünf Sinne im Mittelpunkt der interaktiven Ausstellung: “Hören, Sehen, Fühlen, Riechen & Schmecken – jedem Sinn ist eine Themeninsel gewidmet.”
Was genau erwartet mich im Kinder-Museum?
Die Themeninseln sollen den kleinen Besuchern die Sinne so nah wie möglich bringen. Es gibt überdimensionale Tastmodelle von Nase, Auge oder Ohr, optische Illusionen, einen Tasttunnel, sogar einen “Streichelautomaten”. Hier geht es darum, selbst zu erleben. Selbst herauszufinden, wie man am liebsten berührt werden möchte. Die Kinder sind zum Mitdenken aufgefordert, zur Darstellung ihrer eigenen Sinneswahrnehmung. Phantasievoll illustrierte Erklärungen zu den Experimenten oder aber ein kindgerechter Audioguide unterstützen diejenigen, die noch nicht lesen können oder Schwierigkeiten damit haben.
Ist das Museum für alle Kinder geeignet?
Im Kinder-Museum wird nach Angaben des Betreibers viel Wert auf Inklusion und Integration gelegt. Auf insgesamt 18 Monitoren werden in deutscher Gebärdensprache Experimente und Sinneswahrnehmungen erläutert. Ein Ausstellungsbereich zeigt zudem, wie das Lorm-Alphabet funktioniert, mit dem sich taubblinde Menschen verständigen können. Einfach verständliche Worte helfen auch den Kindern und Erwachsenen bei einem besonderen Museumserlebnis, die etwa einen Migrationshintergrund haben und sich im Deutschen noch nicht so sicher fühlen. Außerdem wurde beim Umbau die Barrierefreiheit des Museums berücksichtigt. Alle Ebenen des gesamten Hygiene-Museums sind per Fahrstuhl zugänglich. Rollstühle können außerdem im Eingangsbereich geliehen werden und stehen dort zur freien Verfügung. Ein besonderes Highlight: Das Spiegelkabinett, das seit jeher zu den beliebtesten Stationen des Kinder-Museums gehört, kann seit März auch mit dem Rollstuhl erkundet werden.
Was man sonst noch wissen muss…
Kinder unter zehn Jahren dürfen die Ausstellungen nur in Begleitung Erwachsener besuchen. Für Erwachsene wird ein für alle Ausstellungen des Museums geltender Einzeleintrittspreis von derzeit 9 Euro verlangt, Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von 16 Jahren erhalten kostenlosen Zutritt. Wer als Familie unterwegs ist, kann übrigens sparen: Für eine Familienkarte (zwei Erwachsene und mindestens ein Kind) müssen 14 Euro bezahlt werden. Ab September können nach vorheriger Absprache mit dem Museum sogar Führungen in Gebärdensprache vereinbart werden.
Weitere Informationen zum Deutschen Hygiene-Museum, dem dortigen Kinder-Museum und geplanten Sonderausstellungen gibt es auf der Museums-Homepage: http://www.dhmd.de/.
Noch mehr Freizeit- und Reisetipps findet Ihr hier: http://kitamaus.de/category/freizeit/
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