[Gelesen] Unser Lesejahr 2018: “Immer Ärger mit Opa”

Rezension

Strandlektüre gesucht? Wir hatten "Immer Ärger mit Opa" von Brigitte Kanitz mit am Meer. (Foto: Nadine Jansen)

Spätestens mit der Gute-Nacht-Geschichte verschwinden die Kinderbücher im Regal. Dann wird es Zeit, an den richtigen Lesestoff für Dich zu denken. In unserer neuen Rubrik “Ideen für Dich” stellen wir unter anderem unser Lesejahr vor. Bunt gemischt, ohne Anspruch an Genres, Erscheinungstermine oder die Bestsellerliste. Sondern einfach das, was bei uns auf der Leseliste gerade ganz oben steht. Gründe für unsere Begeisterung und Kritikpunkte inklusive.

“Immer Ärger mit Opa”

Kurzbeschreibung

Tja, da wohnt man also im schicken München – und dann holt einen die Vergangenheit aus der Lüneburger Heide doch wieder ein. Plötzlich nämlich steht Opa Hermann vor dem Haus und möchte seine Enkelin Nele dringend sprechen. Doch noch auf dem Treppenabsatz stirbt der alte Herr. Sein Geheimnis behält er damit für sich. Und Neles Leben wird von da an so richtig kompliziert: Sie vergisst nicht nur die Asche ihres Opas im ICE, sondern steht plötzlich auch wieder ihrer Jugendliebe Karl gegenüber. Doch möchte sich Nele noch einmal auf ihn einlassen? Oder hat ihr Paul, der attraktive Anwalt ihres Opas schon komplett den Kopf verdreht? Viel Gelegenheit, darüber nachzudenken, hat sie jedoch nicht. Denn es gibt mehr als dieses eine Geheimnis…

Fünf Punkte, die begeistert haben… 

  1. So makaber es zunächst auch klingt: Allein die Ausgangsidee ist genial. Wer außer Nele käme sonst auf die Idee, die Asche von Opa Hermann in eine Tupperdose umzufüllen und ausgerechnet die im Zug liegen zu lassen.
  2. Wer nach besonders schrägen Orten für einen ersten Kuss sucht, der wird in “Immer Ärger mit Opa” fündig werden. Kein Wunder, dass auch Protagonisten Nele das zunächst verdrängt.
  3. Familie ist nicht immer leicht. Und auch die von Nele erscheint zunächst anstrengend und spießig. Doch es lohnt sich, hinter die Fassaden zu gucken und auch in der eigenen Familie die ein oder andere Macke zu hinterfragen. Das hilft dem Familienfrieden garantiert.
  4. “Dumm Tüch”? Wenn Oma Grete loszetert, dann greift sie auch in ihre Plattdeutsch-Schublade. Schön, das wenigstens mal wieder zu lesen.
  5. Leichtes und humorvolles Lesevergnügen.

Drei Kritikpunkte

  1. Ich muss gestehen, dass das Buch schon ziemlich lange bei mir im Regal stand. Trotz der äußerst vielversprechenden Anpreisung auch von Kerstin Gier als “Warmherziges Lesevergnügen mit Gute-Laune-Garantie”, hat das Cover für meinen Geschmack genau das nicht transportiert. Umso schöner, ein wirklich schönes und lustiges Buch aus dem Regal zu fischen.
  2. Hach, also so ein bisschen mehr Szenen mit Nele und Karl hätte es schon geben dürfen. Allein weil Jugendlieben immer so besonders bleiben…
  3. Die Geschichte wirkt immer mal wieder stark konstruiert und dadurch ab und an übertrieben. Bei Chick-Lit ist das jedoch erlaubt.

Ein Leseort für jedes Buch…

Autorin Brigitte Kanitz lebt und schreibt in Italien. Warum also ein derart leichtes Lesevergnügen nicht genau da lesen? In Italien! Die ersten 100 Seiten habe ich auf der Fähre von Piombino nach Olbia geschafft, den Rest hauptsächlich an der “Spiaggia di Mugoni”. Einem Strand in Nordsardinien, der gerade auch für Familien mit Kindern gut geeignet ist. Sandstrand, flaches und kristallklares Wasser und größtenteils sandiger Einstieg ins Meer. Und einfach eine traumhaft schöne Kulisse für ein tolles Lesevergnügen!

Weitere Infos zum Buch / Bibliographische Angabe

  • Autorin: Brigitte Kanitz
  • Titel: “Immer Ärger mit Opa”
  • Verlag: Blanvalet (2012)
  • Seitenzahl: 320 Seiten
  • ISBN: 978-3-442-37869-2
  • Preis: 8,99 Euro

Direkt bestellen könnt Ihr das Buch hier.

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Nadine
Über Nadine 230 Artikel
Freie Journalistin, Redakteurin sowie Geprüfte Übersetzerin für Italienisch - und Mama einer zweijährigen Kitamaus, die das Leben ganz schön spannend macht.

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