[Rezension] Ein Bär mit Handysucht? Das gibt es – in “Bruno hat 100 Freunde”

Das Buch "Bruno hat 100 Freunde" ist durchaus lesenswert - aus verschiedenen Gründen. (Foto: Nadine Jansen)

Kaum leuchtet das Display von Mamas oder Papas Handy auf, sind Kinder sofort zur Stelle. Sie schauen fasziniert auf den Bildschirm, wischen mit ihren Fingern gekonnt darüber und wissen genau, wo sich die Fotos oder die Youtube-App befindet. Weil die Zeiten sich geändert haben, weil Fernseher und Handy zumindest kurz zum Einsatz kommen, wenn die Kinder stillhalten sollen. Weil einige vielleicht sogar den Umgang mit modernen Medien schon früh fördern wollen. Oder vielleicht auch einfach, weil man per Videochat kurz mit Oma oder Opa sprechen kann.

Plötzlich hat Bruno 100 Freunde…

Bär Bruno in bester Gesellschaft. Seine Handysucht ist kein Einzelfall. (Foto: Nadine Jansen)

Was passiert, wenn das Handy ständig in Reichweite ist, wissen wir alle: Man greift danach, surft im Internet, schreibt mit Freunden statt sie anzurufen. Doch was, wenn ein Bär ein Handy im Wald findet? Was, wenn das sogar noch Akkuleistung hat? Bär Bruno jedenfalls ist begeistert. Er beginnt, den gefundenen Gegenstand zu untersuchen. Die Lust aufs Angeln mit seinen Freunden ist ihm vergangen.

Und die leiden unter der Situation. Denn Bruno hat plötzlich nicht nur zwei Freunde, sondern ganz viele davon. “Bruno hat 100 Freunde” – verteilt auf der ganzen Welt. Neue “Freunde” kann er auch per Telefon finden. Es passiert genau das, was internetaffine Personen schon ahnen: Bruno verbringt fortan viel Zeit im Internet, chattet mit seinen neuen Freunden, legt das Telefon nicht mehr zur Seite. Ganz gleich ob er auf Toilette sitzt, mit seinen Freunden zum Essen verabredet ist oder er sich bereits im Bett befindet: Das Handy und seine 100 Freunde sind immer mit dabei.

Ein Bär mit Handysucht? Kein Einzelfall!

“Von morgens bis abends chattet er, schaut Filmchen und hört Musik”, heißt es in dem bei Alibri erschienenen Buch. Wer sich da wohl alles wiedererkennen mag? Während Bruno chattend auf der Toilette sitzt, platzt seinen Freunden fast die Blase. Das von Francesca Pirrone geschriebene Kinderbuch lädt definitiv zum Schmunzeln ein.  Die Bildsprache ist stark, Bär Bruno hat zudem derart viele verschiedene Gesichtsausdrücke, dass man ihm seine Stimmung bestens ablesen kann. Von erstaunt über fasziniert bis hin zu eingeschnappt, verträumt und entsetzt ist alles dabei. Entsetzt, weil Bruno die 100 Freunde nicht für immer behalten wird. Denn plötzlich, da ist der Akku leer. Und langsam erkennt auch Bruno, was das eigentliche Drama an der Geschichte ist…

Empfehlung für Kindergärten

Empfohlen ist Francesca Pirrones “Bruno hat 100 Freunde” für ein Lesealter von fünf bis sieben Jahren. Es ist für Erstleser geeignet und bietet sich hervorragend auch zur Diskussion der Geschichte in Kindergruppen oder im Kindergarten an. Was macht Bruno falsch? Woran erkennt man den Wert wahrer Freundschaft? Wie sollte man sich Freunden gegenüber verhalten? Und was kann passieren, wenn man nicht aufmerksam genug ist?  Die Geschichte ist so einfach wie genial. Sie wirkt durch die Übertragung der Handysucht in die Tierwelt überspitzt und hat doch eine starke Botschaft zu vermitteln: Legt das Handy öfter mal zur Seite! Lest wieder mehr! Vielleicht ja auch “Bruno hat 100 Freunde”. Das ist garantiert eine tolle Alternative zum Handy!

Bibliographische Angaben:

  • Autorin: Francesca Pirrone
  • Titel: “Bruno hat 100 Freunde”
  • Verlag: Alibri
  • Seitenzahl: 144 Seiten
  • ISBN: 978-3772476945
  • Preis: 12,99 Euro
  • Empfohlenes Lesealter: 5 bis 7 Jahre

Hier könnt Ihr das Buch bestellen.

Designelemente: Canva

Verlosung – Dieses Kinderbuch darf bei Euch einziehen

Ein Exemplar des Buches “Bruno hat 100 Freunde” hat der Alibri-Kinderbuchverlag für das 12. Türchen unseres Adventskalenders extra für Euch zur Verfügung gestellt. Versucht hier per Blog-Kommentar oder auf Facebook Euer Glück.

Wie immer gilt: Mindestalter 18 Jahre, Versandadresse in Deutschland und es wäre schön, wenn Ihr uns auch auf Facebook unter “Kitamaus & Schulflöhe folgen würdet. Ein Los könnt Ihr dort bekommen, ein weiteres hier. Mit Abgabe Eures Kommentars akzeptiert Ihr unsere ausführlichen Teilnahmebedingungen.

Dieses Gewinnspiel beginnt am 12. Dezember 2018 mit Freischaltung dieses Beitrags. Es endet am gleichen Tag um 23.59 Uhr. Pro Teilnehmer wird maximal ein Kommentar unter diesem Blogbeitrag und ein Kommentar auf Facebook gezählt. (Eure Kommentare hier werden von Hand freigegeben, deshalb bekommt Ihr sie oft nicht direkt angezeigt.) Der Gewinner wird bereits am Mittwoch, 13. Dezember 2018, ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Frage an Euch: Wofür dürfen Eure Kinder Eure Handys nutzen? Schreibt uns einfach das, was Euch zum Thema einfällt! Wir sind gespannt! 

Nadine
Über Nadine 242 Artikel
Freie Journalistin, Redakteurin sowie Geprüfte Übersetzerin für Italienisch - und Mama einer zweijährigen Kitamaus, die das Leben ganz schön spannend macht.

7 Kommentare

  1. Das Buch klingt interessant. Meine Tochter darf ab und zu mal bei YouTube Kinderlieder hören und ab und an mal mit der Handykamera fotografieren. Ich mache ihr das Programm dann aber jeweils an und sie benutzt das Handy dann nur unter Aufsicht.
    Liebe Grüße

  2. Meine Kinder dürfen mein Handy gar nicht benutzen. Ich zeige ihnen mal ein Bild oder spiele ein Lied vor, aber ansonsten ist es für sie tabu.

  3. Das Handy darf nur zum Telefonieren, z.B. mit Oma und Opa, benutzt werden.
    Ich finde es nicht gut, wenn die Kinder es zum Spielen oder Videos angucken bekommen, nur damit wir Eltern für eine bestimmte Zeit “unsere Ruhe” haben.

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