Mutmaßliche Entführung eines Reisebusses – Schüler setzen “Notruf” ab

Diesen "Notruf" setzten die Schüler an der Heckscheibe des Reisebusses ab. (Foto: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken)

Gleich mehrere besorgte Personen riefen die Polizei. Der Hilferuf “Hilfe, wir werden entführt”, hatte die Verkehrsteilnehmer auf der A3 bei Würzburg direkt alarmiert. Wie die Polizei mitteilte, hätte er “in großen Lettern an der Heckscheibe eines unterfränkischen Reisebusses geprangt”. Mehrere Personen hatten daraufhin per Handy die Polizei verständigt.

Entführung mit Geiselnahme?

Als sich eine Streife der Erlanger Polizei in Höhe der Anschlussstelle Erlangen-West jedoch an den fraglichen Reisebus haftete, verlor der Fall zusehends an Dramatik. Es sei den Beamten “spanisch” vorgekommen, dass es sich bei dem Hilferuf um einen perfekten Computerausdruck gehandelt habe. Die im Bus befindlichen Passagiere, etwa 50 Kinder, hätten zudem verschmitzt über das Plakat zum Streifenwagen heruntergegrinst. Sie hatten es – so heißt es in der Mitteilung der Polizei weiter – aus vierzehn DIN A4-Blättern zusammengebastelt. Der Bus wurde dennoch an der Rastanlage Aurach-Süd angehalten und die “Geiselnahme” aufgeklärt. Das Plakat sei von den Polizeibeamten einkassiert worden.

Insbesondere der ahnungslose Lehrer habe den “Spaß” seiner Schüler gar nicht lustig gefunden. Das habe sich umso mehr gezeigt, als die Polizisten ihn darüber aufgeklärt hätten, welche Maschinerie angelaufen wäre, wenn man das ganze nicht gleich als “üblen Scherz” erkannt hätte. Auch die Schüler der achten Klassen einer Volksschule in Unterfranken seien entsprechend belehrt worden. Sie hätten die Folgen nicht bedacht. Der Klassenausflug wurde später fortgesetzt.

Quelle: Pressemitteilung und Foto der Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken.


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Nadine
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Freie Journalistin, Redakteurin sowie Geprüfte Übersetzerin für Italienisch - und Mama einer zweijährigen Kitamaus, die das Leben ganz schön spannend macht.

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