Mutter verkauft ihr Baby für knapp 39 Euro

Ein letzter Kuss fürs Baby, dann erfolgt die Übergabe... (Quelle: Investigative Committee of the Russian Federation)

Eine Nachricht, die derzeit weltweit in den Medien die Runde macht: Eine 25-jährige Mutter hat ihr Baby verkauft. Für 3000 Rubel, was umgerechnet knapp 39 Euro entspricht. Die Szenen aus der Überwachungskamera zeigen es genau: Die junge Frau steht mit ihrem Baby im Arm am Flughafen des sibirischen Omsk. Sie küsst es, händigt es dann einer Frau aus, die es an sich nimmt und sofort zum Flughafenschalter eilt. Dann bricht sie in Tränen aus….

Baby übers Internet verkauft

Das Mädchen ist erst neun Tage alt. Wie die russische Polizei berichtete, hatte die arbeitslose 25-Jährige die andere Frau im Internet kennengelernt. Die 43-Jährige hatte zusammen mit ihrem Mann im Netz eine Anzeige geschaltet: “Hallo an alle! Mein Mann und ich würden sehr gerne ein Baby in einem Alter zwischen 0 und 3 Monaten bekommen. Alle Dokumente für die Adoption sind vorhanden. Mädchen, ihr Liebsten, bitte helft!” Die 25-Jährige, die zu diesem Zeitpunkt mit Mutter und Schwester zusammenlebte, die gegen die Schwangerschaft waren, bot daraufhin ihr Kind an. Der Polizei gegenüber sagte sie aus, dass beide sie unter Druck gesetzt hätten und auch der Vater des Kindes sie nicht unterstützen wollte.

Aus purer Verzweiflung habe sie entschieden, ihr Baby wegzugeben. Auch die 43-Jährige, die zur Kindesübergabe über 3000 Kilometer aus St. Petersburg anreiste, sagte aus, dass sie verzweifelt gewesen sei. Ihr erwachsener Sohn sei von zu Hause ausgezogen und sie hätte die Leere in ihrem Leben wieder füllen wollen. Nach übereinstimmenden Medienberichten, hat die Frau zwar noch ein anderes Adoptivkind, hätte aber ein “leeres Nest” befürchtet. Mit einer gefälschten Geburtsurkunde gelang es ihr, das Mädchen mit nach St. Petersburg zu nehmen.

3000 Rubel als Gegenleistung

Die 25-jährige Mutter des Kindes gab an, die 3000 Rubel als Gegenleistung für die bereits verwendeten Windeln erhalten zu haben. Außerdem hätte ihr die Lehrerin aus St. Petersburg versprochen, für sie und ihre Familie Jobs in St. Petersburg zu finden. “Ich habe einen Fehler gemacht”, sagte sie aus. “Wenn ich könnte, würde ich alles rückgängig machen.”

Gegen beide Frauen wird nun in Russland wegen Menschenhandels ermittelt. Derzeit stehen sie unter Hausarrest. Beide müssen jedoch mit Haftstrafen von je bis zu zehn Jahren rechnen. Das Baby befindet sich derweil in einem Kinderheim.

Das Video dazu könnt Ihr Euch über diesen Link anschauen:

https://metro.co.uk/video/young-mother-hands-newborn-baby-woman-met-online-1765774/?ito=vjs-link

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Nadine
Über Nadine 144 Artikel
Freie Journalistin, Redakteurin sowie Geprüfte Übersetzerin für Italienisch - und Mama einer zweijährigen Kitamaus, die das Leben ganz schön spannend macht.

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